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Bautzen RadSrV-Studie zeigt: 90% mehr Radfahrten in Bautzen zwischen 2013 und 2018

15% aller Wege in Bautzen werden mit dem Rad zurückgelegt. Dies zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie System repräsentativer Verkehrserhebung (SrV) 2018, mit der die TU Dresden alle fünf Jahre das Verkehrsverhalten in deutschen Städten erhebt. 2013 lag der Radverkehrsanteil in der Stadt noch bei 7,9%. Damit verzeichnet Bautzen mit einer Steigerung von 90% den höchsten Radverkehrszuwachs in allen beobachteten Städten in Sachsen.

Janek Mücksch, Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen, freut sich über die wachsende Popularität des Rades: „Wenn mehr Menschen Rad fahren, ist es in der Stadt weniger laut, die Luft wird sauberer, die Menschen gesünder und es gibt weniger Staus. Dass immer mehr Menschen in Bautzen Rad fahren, liegt auch an den stetigen Verbesserungen in der Stadt.“ In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise viele Einbahnstraßen für Radfahrende in die Gegenrichtung geöffnet. Das macht die Fahrt mit dem Rad wesentlich komfortabler und schneller.

„Nichtsdestotrotz wird in anderen sächsischen Städten wie Coswig, Radebeul oder Delitzsch noch viel mehr Rad gefahren, weil die Städte mit der Förderung des Radverkehrs schon etwas weiter sind. Der Bautzener Stadtrat muss jetzt weitere Maßnahmen ergreifen, damit die Wege der Bautzener mit dem Rad komfortabler, einfacher und sicherer werden.“ Beim Fahrradklima-Test des ADFC im gleichen Jahr sagten trotz aller Fortschritte 65% der Bautzener, dass sie sich auf dem Rad gefährdet fühlen.

Die SrV-Studie zeigt deutlich, wie wichtig das Fortbewegungsmittel Fahrrad in Bautzen ist: 42% der Bautzener geben an, mindestens einmal pro Woche das Rad zu nutzen. Weniger als ein Drittel nutzt das Fahrrad überhaupt nicht. Ein durchschnittlicher Bautzener Haushalt verfügt über 1,55 Fahrräder und 0,98 Autos. 7% der Fahrräder in Bautzen haben inzwischen eine elektrische Unterstützung.

Hintergrund:

Das System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) ist ein seit 1972 laufendes Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden und die älteste Zeitreihe zum Verkehrsverhalten in deutschen Städten. Für die Erhebung im Jahr 2018 wurden 502 zufällig ausgewählte Bautzener zu ihrer privaten Mobilität an einem normalen Werktag in Bautzen befragt. Sachsenweit waren fast 22.000 Menschen in 25 Städten an der Studie beteiligt. Das SrV bildet die Mobilität der Bautzener Wohnbevölkerung ab und zeigt Veränderungen und Trends auf.