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Hindernislauf für Bautzener Radfahrer

 Bautzen baut - und die Bautzner Radfahrer leiden! Schon seit einiger Zeit ist durch die Bauarbeiten auf der Weigangstraße zwischen Wall- und Taucherstraße die einzige direkte Verbindung zwischen dem Bautzener Osten und der Innenstadt, die zwischen Löbauer und Karl-Liebknecht-Straße besteht, unterbrochen. Dies erzeugt für den Radverkehr unnötige Umwege, da alle anderen Routen durch zum Teil gegenläufige Einbahnstraßenregelungn keine direkte Verbindungen erlauben. Jetzt erweist es sich als großes Ärgernis, dass die Stadtverwaltung die seit über einem Jahr mögliche einfachere Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung nicht genutzt hat. Die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC e.V.) wird auch weiterhin auf die Umsetzung der rechtlichen Möglichkeiten drängen.

Dass auch andernorts bei der Einrichtung von Baustellen offenbar nicht an die Wegebeziehungen für Radfahrer gedacht wurde, zeigt sich an den neuen Baustellen in der Innenstadt. Während für die Autofahrer Umleitungen geplant und ausgewiesen wurden, werden die Radfahrer sich selbst überlassen, so z.B. aktuell bei der Verbindung am Wendischen Graben von der Steinstraße in Richtung Krankenhaus. Hier bleibt nur ein Ausweichen und Schieben auf dem Gehweg. Die Karl-Marx-Straße und Tuchmacherstraße werden nun auch zur Sackgasse. Der Fußgänger kommt weiterhin durch. Doch was ist mit den Radfahrern? Eine zeitgemäße und moderne Verkehrspolitik ist das leider nicht, eine Förderung des Radverkehrs kann durch das Ignorieren der Belange von Radfahrern nicht erreicht werden. Und dabei böte gerade in Situationen, wo Autofahrer und Anlieger durch Baustellen und Umleitungen belastet werden, der Umstieg auf das Fahrrad eine Entlastung für viele.